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Flake-Cut-Tabak – was ist das?

Unter „Flake“ (Flocken) versteht man einen stark gepressten Tabak, der mit Druck und (oft) Erwärmung zu einem Tabakkuchen komprimiert wurde. Diesen „Kuchen“ lässt man nachfermentieren und schneidet ihn anschließend in dünne Scheiben. Meist kommen diese Scheiben direkt in den Handel. Mitunter werden sie auch „aufgerubbelt / ready rubbed“ und rauchfertig angeboten.

Pfeifenliebhaber haben meist ihre ganz eigenen Vorlieben bei der Verwendung von Flake Cut-Tabaken. Viele wenden gerne ihre ganz eigene Methode zur Auflockerung der gepressten Ware an. Halt jeder so wie er will und kann!

Meistens werden diese Tabakscheiben zwischen den Händen gerubbelt bis der Flake zu einer feinfaserigen bis feinkörnigen Substanz zerkleinert ist. Hierbei kann der Raucher also den Grad der Zerkleinerung selbst bestimmen. Je feiner der Flake aufgelockert wird, desto leichter lässt er sich in der Pfeife anzünden, brennt aber auch schneller während des Rauchenvorgangs ab.

Die Entstehung dieses Tabakpressverfahrens ist laut dem klugen Wikipedia auf die Rationierung der Seemannsverpflegung in der Seefahrt zurückzuführen. Der stark begrenzte Stauraum auf den alten Schiffen ließ nur wenig Spielraum für die Mitnahme von persönlichen Gegenständen und/oder Luxusgütern (sofern Seeleute diese besassen). Deshalb begann man, den Tabak auf ein möglichst geringes Volumen zu pressen. Viele Flake-Sorten tragen daher noch heute einen Namen, der mit der Schifffahrt in Verbindung steht, beispielsweise der Navy Flake von Mac Baren.

Ein ganz entscheidender Vorteil der Pressung lag und liegt aber in der längeren Lagerfähigkeit dieser Tabake. Der Tabak behält deutlich länger seine Feuchtigkeit und die verschiedenen Tabaksorten einer Mischung bleiben in Kontakt untereinander. Deshalb haben Flakes oft einen intensiveren Geschmack als die losen Streifen feiner geschnittener Tabake.

Sollte der Flake locker gepresst und fein geschnitten sein, sollte man auch mal auf das „Aufrubbeln“ verzichten und die Pfeife mit größeren Flake-Stücken stopfen. Bedenkt aber, daß sich der Flake-Tabak beim Rauchen im Pfeifenkopf ausdehnt. Dadurch kann es passieren, daß die Packung zu dicht wird und die Pfeife etwas schlechter zieht. Man stopft also eher etwas weniger und verhältnismäßig locker. Doch wenn der Flake einmal brennt, geht das Ganze wie von selbst. Ohne allzu stark und oft ziehen zu müssen wie bei einem Loose Cut-Tabak, brennt der Flake willig und zuverlässig weiter. Der Tabak glimmt genüsslich langsam und beschert einen lang anhaltenden Rauchgenuss. Er entfaltet einen deutlich intensiveren Geschmack und die Aromastoffe haben Zeit, unsere Geschmacksnerven zu treffen.

Zum Abschluss, ganz subjektiv, zeige ich Euch noch ein paar Flakes, die bei mir zum Einsatz kommen.

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