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Impressionen auch Aachen's schönstem Viertel

Stadt und StädteRegion Aachen üben den Schulterschluss mit den Kreisen Heinsberg und Düren

  • Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, der Heinsberger Landrat Stephan Pusch und der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn beraten mit Klinik- und Krankenhausleitungen, wie man die Herausforderungen in der Region am besten gemeinsam anpacken kann.
  • Klinik- und Krankenhausleitungen der Region stehen mit ihren Experten im ständigen Austausch mit den Krisenstäben. Ab sofort wird das Verlegemanagement der Kliniken und Krankenhäuser über eine gemeinsame Plattform koordiniert.
  • Ein wichtiges Ziel: Zahl der Intensivbetten soll in den kommenden Wochen verdoppelt werden. Personal wird rekrutiert und geschult.

Foto: Stadt Aachen / Andreas Herrmann

Die Krisenstäbe von Stadt Aachen und StädteRegion Aachen haben am Montagmittag (23. März) im Rahmen einer Pressekonferenz zum „Sachstand Corona COVID-19“ informiert. Diesmal ging es im Konkreten um eine Begegnung von Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp mit den Landräten Stephan Pusch (Kreis Heinsberg) und Wolfgang Spelthahn (Kreis Düren) sowie Klinik- und Krankenhausleitungen aus den beiden Kreisen sowie aus Stadt und StädteRegion Aachen. Die vier Gebietskörperschaften bilden gemeinsam die sogenannte Zone 7 der NRW-Krankenhausversorgung.

Angesichts der in den kommenden Wochen zu erwartenden Belastungsspitzen in der stationären Gesundheitsversorgung – und dort vor allem im Intensivbereich – sind Maßnahmen erforderlich, um Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung abzuwenden.

Daher sei es enorm wichtig, dass man in der Region gemeinsam und gut koordiniert arbeite, vereinbarten die Hauptverwaltungsbeamten der vier Gebietskörperschaften Marcel Philipp, Dr. Tim Grüttemeier, Stephan Pusch und Wolfgang Spelthahn. Grundsätzlich sei man in der Region mit dem Universitätsklinikum und den weiteren Krankenhäusern und Kliniken gut aufgestellt. Darauf aufbauend wurde vereinbart, die Zahl der Intensivbetten – insbesondere jene mit Beatmungsmöglichkeiten – in den kommenden Wochen in den Einrichtungen der Region zu verdoppeln.

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp sagte: „Die Frage der Kapazitäten in unseren Krankenhäusern ist entscheidend dafür, wie wir die derzeitige Krise und die noch vor uns liegende Entwicklung meistern können.“ Es gehe hier um Materialfragen – also zum Beispiel eine entsprechende Ausstattung mit Beatmungsbetten, mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln. Zugleich gehe es aber vor allem um die große Herausforderung, ausreichend Personal zur Verfügung zu haben, um die Kapazitäten insbesondere im Intensivbereich der Häuser komplett ausschöpfen zu können. „Wir sind hier auf einem guten Weg. Der gesamtregionale Blick ist entscheidend. Deswegen arbeiten wir intensiv daran, dass wir in der Region Aachen, Heinsberg, Düren transparent untereinander Belegungskapazitäten kommunizieren, um effizient und im Sinne der bestmöglichen medizinischen Versorgungssicherheit handeln zu können“, erklärte Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. Hierfür wird aktuell über die Krisenstäbe in Aachen eine Austauschplattform erstellt, die dies dann gewährleisten soll.

Prof. Dr. Thomas H. Ittel, Vorstandsvorsitzender der Uniklinik RWTH Aachen, erläuterte: „Die Situation ist eine außergewöhnliche Herausforderung für die Krankenhäuser der Region. Momentan lässt sich nur grob schätzen, was genau in den kommenden Tagen und Wochen auf uns zukommen wird. Was wir sicher wissen ist, dass die Patienten, die mit Covid-19 stationär zu uns kommen werden, unsere klinische Expertise, professionelle Hilfe und menschliche Zuwendung brauchen werden. Deshalb nutzen wir als Uniklinik und die Häuser der Region diese Zeit, um uns bestmöglich auf alle möglichen Szenarien vorzubereiten: Wir werden die Zahl der Intensivbetten in unserem Haus verdoppeln, Personal aktivieren und die Dialysekapazitäten deutlich aufstocken, um schrittweise auf unterschiedliche Anforderungen reagieren zu können. Als Uniklinik können wir zur Versorgung der schwer erkrankten Patienten einen großen Beitrag leisten. Wenn wir jetzt im Schulterschluss aller Krankenhäuser gemeinsam und koordiniert handeln, sind wir gut vorbereitet.“

„Hier ziehen alle an einem Strang. Unsere Region übt den Schulterschluss. Das ist ein sehr gutes Zeichen“, lobten OB Philipp und Städteregionsrat Grüttemeier unisono. „Wir sind optimistisch, dass wir eine Verdopplung der Kapazitäten bei den Intensivbetten in den Kliniken und Krankenhäusern der Region kurzfristig erreichen können.“

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch sagte: „Wir wissen inzwischen, dass sich das Verlegmanagement von Patienten nur regional intelligent steuern lässt. Deshalb ist es sehr gut, dass wir heute hier diesen Schulterschluss praktizieren.“

Auch der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn betonte: „Mir ist es wichtig, dass wir hier in der Region auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen. Derzeit werden bereits rund 20 Menschen aus der Heinsberger Region in Dürener Krankenhäusern behandelt. Das ist für mich ein Zeichen, sowohl solidarisch zur Region zu stehen, aber auch die Bedürfnisse der Menschen aus Düren immer fest im Blick zu behalten.“

Den Krankenhäusern bescheinigten die vier Hauptverwaltungsbeamten eine herausragende Arbeit in dieser Krisenzeit. Sie forderten Bund und Land dazu auf, zügig durch gesetzliche Maßnahmen sicherzustellen, dass die durch die Krise entstehenden wirtschaftlichen Folgen für die Krankenhäuser ausgeglichen werden und dafür Sorge zu tragen, dass kein Krankenhaus durch die Corona-Krise in finanzielle Probleme gerät

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